Jordanien 06 2026

Einblicke und Erlebnisse von meiner Jordanienreise 06 2026

Kurzbeschreibung

Vom 15. Juni bis zum 26. Juni 2026 ging es für ein paar Tage alleine nach Jordanien. Ziel war Amman, das Tote Meer und die Wüstenstadt Petra.

Gründung und frühe Geschichte

Bereits in der Eisenzeit (ab etwa dem 8. Jahrhundert v. Chr.) gab es in der Region Siedlungen der Edomiter. Die eigentliche Blütezeit Petras begann jedoch mit den Nabatäern, die sich vermutlich im 4. Jahrhundert v. Chr. dort niederließen und Petra zu ihrer Hauptstadt machten.

Wichtige Epochen der Besiedlung

Nabatäische Epoche (ca. 4. Jahrhundert v. Chr. – 106 n. Chr.

  • Aufstieg zur Hauptstadt des nabatäischen Reiches.

  • Kontrolle wichtiger Handelsrouten für Weihrauch, Gewürze und Luxusgüter.

  • Bau der berühmten Felsfassaden, Gräber und Tempel.

  • Entwicklung eines hochentwickelten Wassermanagementsystems.

Römische Epoche (106–324 n. Chr.)

  • Das nabatäische Reich wurde von Kaiser Trajan dem Römischen Reich angegliedert.

  • Petra blieb ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum.

  • Bau weiterer Straßen, Theater und öffentlicher Gebäude.

Byzantinische Epoche (324–636 n. Chr.)

  • Ausbreitung des Christentums.

  • Mehrere Tempel wurden zu Kirchen umgebaut.

  • Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt nahm zunehmend ab.

Islamische Epoche (ab 7. Jahrhundert)

  • Nach der islamischen Expansion blieb die Region bewohnt, Petra verlor jedoch ihre frühere Bedeutung.

  • Während der Kreuzfahrerzeit entstanden in der Umgebung einige Festungen.

Niedergang

Mehrere Erdbeben, insbesondere in den Jahren 363 und 551 n. Chr., beschädigten die Stadt schwer. Zudem verlagerten sich die Handelsrouten. Dadurch wurde Petra nach und nach verlassen und geriet weitgehend in Vergessenheit.

Wiederentdeckung

Im Jahr 1812 wurde Petra dem Westen durch den Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt wieder bekannt gemacht. Heute zählt die Felsenstadt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt und gehört zum UNESCO-Welterbe.

Erste Tage in Amman

Impressionen Petra

Guided Tour nach Little Petra und Petra

Weiterreise Totes Meer

Die Anreise nach Amman war schon mit Learnings für mich bestückt es wurde aber erst richtig interessant in Amman. Aber der Reihe nach.
Learning 1: Auch für ein Zugticket benötigt es einen Check In - ich hatte am Stuttgarter Hauptbahnhof gefragt ob das OK ist mit der Bestätigung zu fahren. Es wurde mir bestätigt. Als ich dann den Check In am Schalter von Royal Jordanian Airline einchecken wollte, sagte man mir, dass mein Flug eigentlich verfallen ist da ich die erste Etappe mit der Bahn nicht getätigt hatte (Ich wurde nicht kontrolliert, somit wurde das Ticket auch nicht aktiviert)
Royal Jordanian Air hat das dann angepasst und alles war gut.
Der Flug nach Amman war kurzweilig und wir kamen pünktlich an. Immigration ging zügig und um kurz vor 22:00 war ich dann im Land.
Eine SIM Karte wollte ich mir am nächsten Tag holen.
Gefallen hat mir, daß die Preise für die Taxifahrten im Vorfeld festgelegt wurden und es auch keine weiter Diskussion mit dem Fahrer gab.
Spannend wurde es, als ich an meinem Hotel ankam. Kein Licht brannte, niemand öffnete nachdem ich geklingelt hatte und ans Telefon ging auch niemand. Da stand ich nun 22:30 in Amman un hatte kein Hotelzimmer.
Keine lokalen Daten, keine Roaming um ein anderes Hotel zu buchen oder eines in der schönen Google Welt zu finden. Ich habe dann Einheimische gefragt welche mir dann den Weg zu einem Hotel in der Nähe erklärt haben. Dort war zum Glück noch die Rezeption besetzt und eine Zimmer hatten sie auch noch frei.
Am nächsten Tag habe ich die Stadt erkundigt, die Altstadt mit den Märkten angeschaut, die Zitadelle, das römische Theater von Amman und die al-Husseini-Moschee besichtigt

Nach der zweiten Übernachtung hat mich ein Touristentaxi zu meinem Hotel am Toten Meer gefahren. Es gibt nur zwei Möglichkeiten - Touristentaxi oder mit dem Bus. Mit dem Bus dauert es sehr lange und die Busse fahren ab wenn sie genügend Fahrgäste zusammen haben. Dann kann es sein, daß man von der Haltestelle zum Hotel noch 1-2 km laufen darf, aktuell am Toten Meer mit +/- 36 Grad kein großer Spass.
Der Fahrer war sehr hilfsbereit und wir haben Telefonnummern ausgetauscht. Ich hatte eine Tour mit Mietwagen zu der Wüstenstadt Petra geplant. Es stellte sich jedoch heraus, daß er mir die Tour für das gleiche Geld anbieten konnte.

Impressionen Little Petra

Little Petra, auch Siq al-Barid genannt, liegt etwa 10 Kilometer nördlich von Petra in Jordanien. Die Anlage wurde von den Nabatäern im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet und diente vermutlich als Karawanserei sowie als Unterkunft für Händler und Besucher auf den Handelsrouten der Region. Im Vergleich zur deutlich größeren Felsenstadt Petra ist Little Petra kleiner und weniger repräsentativ. Beide Orte waren jedoch eng miteinander verbunden und bildeten gemeinsam ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des nabatäischen Reiches.

Im Gegensatz zu Petra, das als politisches, religiöses und wirtschaftliches Zentrum des nabatäischen Reiches diente, hatte Little Petra vor allem eine unterstützende Funktion für Reisende und Händler. Die beiden Anlagen waren eng miteinander verbunden: Little Petra fungierte als vorgelagerter Empfangs- und Handelsbereich, während Petra das repräsentative Herz des Reiches bildete.

Die Besonderheiten von Petra

Petra zählt zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt und war einst die Hauptstadt des nabatäischen Reiches. Die Felsenstadt im Süden Jordaniens begeistert durch ihre einzigartige Kombination aus Natur, Architektur und Geschichte.

Spektakuläre Lage

Petra wurde in eine zerklüftete Felslandschaft aus rosafarbenem Sandstein gebaut. Der Zugang erfolgt durch den Siq, eine bis zu 80 Meter hohe und enge Schlucht, die den Besucher auf eindrucksvolle Weise zur Stadt führt.

Monumentale Felsarchitektur

Die Nabatäer schufen zahlreiche Bauwerke direkt aus dem Felsen. Das bekannteste ist das Schatzhaus (Al-Khazneh), dessen kunstvoll gestaltete Fassade zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens zählt.

Meisterhafte Wasserwirtschaft

Trotz des trockenen Klimas verfügte Petra über ein ausgeklügeltes System aus Kanälen, Zisternen und Staudämmen. Dadurch konnten die Bewohner Wasser sammeln, speichern und effizient nutzen.

Zentrum des Karawanenhandels

Petra lag an wichtigen Handelsrouten zwischen Arabien, Ägypten und dem Mittelmeerraum. Der Handel mit Weihrauch, Gewürzen und anderen wertvollen Gütern machte die Stadt reich und einflussreich.

UNESCO-Welterbe und Weltwunder

Seit 1985 gehört Petra zum UNESCO-Welterbe. Zudem wurde die Felsenstadt 2007 zu einem der „Neuen Sieben Weltwunder“ gewählt und zieht heute Besucher aus aller Welt an.

Geschichtliches zur Wüstenstadt Petra

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