Jordanien 06 2026
Einblicke und Erlebnisse von meiner Jordanienreise 06 2026
Reisezusammenfassung
Das Land ist von Krisen umgeben und hat es über die letzten Jahrzehnte geschafft sich aus den Krisen und Kriegen herauszuhalten. So auch in diesem Krieg zwischen USA-Iran und Israel-Libanon.
Die aktuelle instabile Situation in der Region führt dazu, dass der Tourismus nahezu zum Erliegen gekommen ist. Nach Corona ist dies eine weitere Katastrophe für den lokalen Tourismus. Für mich bedeutete dies, die Sehenswürdigkeiten in Amman, und Petra nahezu für alleine genießen zu können
Impressionen Petra

Guided Tour nach Little Petra
Das Tote Meer – ein Naturwunder zwischen Jordanien und Israel

Das tote Meer liegt im Jordangraben an der Grenze zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland und befindet sich rund 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Damit ist es der tiefst gelegene Punkt auf der Erdoberfläche.
Seinen Namen verdankt das Tote Meer seinem außergewöhnlich hohen Salzgehalt. Mit einer Salzkonzentration von etwa 34 Prozent ist das Wasser fast zehnmal salziger als gewöhnliches Meerwasser. Aufgrund dieser extremen Bedingungen können Fische und die meisten anderen Wasserlebewesen dort nicht überleben. Gleichzeitig sorgt der hohe Salzgehalt dafür, dass Menschen mühelos auf der Wasseroberfläche treiben können – ein Erlebnis, das Besucher aus aller Welt anzieht.
Neben dem Salz enthält das Wasser zahlreiche Mineralien wie Magnesium, Brom und Kalium. Diese Mineralstoffe werden seit Jahrzehnten wirtschaftlich genutzt. Insbesondere Kalium, das für die Herstellung von Düngemitteln benötigt wird, wird in großem Maßstab gewonnen. Auf beiden Seiten des Sees befinden sich große Verdunstungsbecken, in denen die Mineralien aus dem Wasser extrahiert werden.
Trotz seiner Bedeutung steht das Tote Meer vor großen Herausforderungen. Seit mehreren Jahrzehnten schrumpft der See kontinuierlich. Der Wasserspiegel sinkt jedes Jahr um etwa einen Meter. Hauptursache ist die starke Nutzung des Wassers aus dem Jordan, dem wichtigsten Zufluss des Toten Meeres. Zusätzlich beschleunigt die intensive Verdunstung in dem heißen und trockenen Klima den Wasserverlust.
Die Folgen sind deutlich sichtbar: Die Uferlinie zieht sich immer weiter zurück, und es entstehen zahlreiche Senklöcher im Boden, die Infrastruktur und Landwirtschaft gefährden.
Um dem dramatischen Absinken des Wasserspiegels des Toten Meeres entgegenzuwirken, wird seit vielen Jahren über ein Großprojekt diskutiert: die sogenannte „Red Sea–Dead Sea Conveyance“. Dabei soll Wasser aus dem Roten Meer über eine Pipeline oder einen Kanal zum Toten Meer geleitet werden.
Das Projekt verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig. Zum einen könnte ein Teil des Wassers dazu beitragen, den Rückgang des Toten Meeres zu verlangsamen. oder gar reversieren. Zum anderen soll entlang der Strecke Meerwasser entsalzt werden. Das dabei gewonnene Süßwasser könnte insbesondere Jordanien zugutekommen, eines der wasserärmsten Länder der Welt.
Für Jordanien bietet das Vorhaben erhebliche Potenziale. Die zusätzliche Wasserversorgung könnte die Versorgung der Bevölkerung verbessern, die Landwirtschaft stärken und die wirtschaftliche Entwicklung fördern.
Durch den Höhenunterschied von mehr als 400 Metern zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer besteht zudem die Möglichkeit, einen Teil der benötigten Energie aus Wasserkraft zu gewinnen.
Das Tote Meer bleibt damit nicht nur eine beeindruckende Naturerscheinung, sondern auch ein Symbol für die Herausforderungen des nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen.

