Karpatenreise 2026 Tag 9 23.04.2026

2304.2026 von Stay Sambir / Ukraine nach Lviv / Ukraine

Harald Platzgummer

4/23/20261 min lesen

Tag 9 Karpaten-Reise 04 2026 - Tag 7 auf dem Sattel.

Mit Rückenwind nach Lviv – ein Tag zwischen Verfall und kleinen Herausforderungen

Heute führte mich meine Route von Stary Sambir nach Lviv – eine Etappe, die sich als überraschend angenehm herausstellte. Die Strecke war größtenteils flach, fast schon entspannt nach der Karpatenüberquerung , und als hätte er ein Einsehen mit mir gehabt, zeigte sich auch der Gott der Winde gnädig: Aiolos schickte mir einen schönen Westwind, der mich zuverlässig anschob. So macht Radfahren Spaß.

Nach der gestrigen kirchlichen Reizüberflutung hatte ich mir eigentlich vorgenommen, diese heute zu ignorieren. Entlang der Strecke tauchten immer wieder besonders schöne Kirchen auf – zu fotogen, um sie einfach links liegen zu lassen. Also doch wieder kurz angehalten, Kamera gezückt und „schwupps“ ein paar Bilder gemacht.

Ein weiteres Ziel des Tages waren drei Herrenhäuser, die ich mir anschauen wollte. Zwei Herrenhäuser waren verlassen, verschlossen und dem langsamen Verfall überlassen. Das dritte Herrenhaus war zwar offensichtlich in Nutzung, allerdings von der lokalen Verwaltung – eine Besichtigung war daher nicht möglich. Ein bisschen schade, aber zumindest steht es noch und wird genutzt.

Knifflig wurde es dann unterwegs aus einem ganz anderen Grund: Plötzlich hatte ich keine Datenverbindung mehr. Die Navigation über die Komoot-App funktionierte glücklicherweise noch, da ich die Route vorher heruntergeladen hatte. Aber alles, was Internet benötigte, war schlicht nicht mehr verfügbar. Hatte ich mein Datenvolumen aufgebraucht?
Also Plan B: Zweithandy raus, Hotspot aktivieren. Doch auch das brachte keine Lösung – gleiche Situation, kein Netz.
Die Suche nach meinem Hotel in Lviv gestaltete sich dadurch deutlich schwieriger als gedacht. Ohne Internet, ohne Karten-Update, nur mit grober Orientierung. Aber irgendwie – mit ein bisschen Improvisation, Nachfragen und Geduld – habe ich es am Ende doch geschafft.