Karpatenreise 2026 Tag 10 -14 24.04.2026 bis 28.04.2026

24.04.2026 bis 28.04.2026 Lviv / Ukraine

Harald Platzgummer

4/23/20265 min lesen

Tag 10-14 Karpaten-Reise 04 2026 - Ausruhen in Lviv

Am 23.04 bin ich Nachmittags in Lviv angekommen und habe das sehr schöne Apartment direkt im Zentrum von Lviv bezogen.
Keine 100 mtr. vom Rynok Square - der Marktplatz und Zentrum der Stadt enfernt war das Apartment im zweiten OG sehr ruhig.

Die nächsten Tage habe ich mich in der Stadt treiben lassen, Kirchen, Museen besichtigt und die Stadt auf mich wirken lassen. Vor dem russischen Angriffskrieg hat sich die Stadt von einem Geheimtipp zu einem Touristen-Hotspot entwickelt was alle die Probleme die Städte wie z. B. Venedig oder Barcelona haben mit sich gebracht hat.
Seit dem Kriegsbeginn befinden sich hauptsächlich ukrainische Touristen in der Stadt. Es war angenehm die Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu betrachten, Warteschlangen selbst bei den Top-Highlights waren nicht vorhanden.


Altstadt Lviv - Unesco Weltkulturerbe

Die Altstadt ist seit 1988 Teil des Unesco Weltkulturerbes, denn nirgendwo sonst in der Ukraine sieht man die Vermischung von österreichischen, italienischen und osteuropäischen Stilen so herrlich erhalten. Die Stadt wurde weder in ersten noch im zweiten Weltkrieg beschädigt noch von der Modernisierungswut der Sowjetunion zerstört worden.
Das Zentrum ist eine Mischung aus Renaissance, Barock, Klassizismus und ist eine
Verschmelzung osteuropäischer, polnischer, italienischer und österreichisch-ungarischer Architekturstile aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit

Am folgenden Tag nahm ich an einer Freetour teil. Das mache ich sehr gerne, um einen Eindruck und Hintergründe zu erhalten. Manche Touren sind sehr gut und sehr informativ, manche waren auch schon enttäuschend. Diese Tour war sehr informativ und ich habe etliche Anregungen erhalten, denen ich dann die nächsten Tage nachgegangen bin.

Themenrestaurants

Das Konzept von Themenrestaurants findet man in Lviv sehr gehäuft.

Einige davon - nicht alle - habe ich besucht.
Nachfolgend ein paar Worte zu den besuchten Themenrestaurants:





Kryivka
Kryivka ist ein bekanntes Themenrestaurant in Lwiw (Lemberg), Ukraine, das als Bunker der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet ist. Es befindet sich versteckt am Rynok-Platz, ist nur durch ein Passwort ("Slawa Ukrajini!") zugänglich und bietet in einem verwinkelten Kellerlabyrinth traditionelle ukrainische Küche in einer rustikalen Untergrund-Atmosphäre. Eröffnet wurde das Themenrestaurant 2007 - lange vor dem russischen Angriffskrieg











Gasova Lampa
Die Gasova Lampa (Gas Lamp Pub) in Lviv ist ein
populäres Restaurant-Museum in der Virmens'ka Str. 20, das der Erfindung der Kerosinlampe (1853 in Lviv) gewidmet ist. Es beherbergt eine der größten Sammlungen von über 500 Gaslampen in Europa. Das Haus bietet eine ausgefallene Atmosphäre mit Rockmusik, Themen-Dekoration und einer Dachterrasse mit schöner Aussicht












Das teuerste Galizische Restaurant:
Ein wirklich verstecktes Restaurant, ohne Aussenwerbung und keine Hinweis darauf, daß sich dort im ersten Stock ein Restaurant befindet.
Wenn man die Türe im ersten Stock kennt an die man klopfen muss - dann ist das schon mal der Erste Schritt in das Restaurant. Die Türe wird geöffnet und wir wurden von einem Mann im Morgenmantel in einer Küche empfangen und wir haben uns mit Ihm unterhalten und uns wurden Würstchen angeboten welche er gerade am braten war. Immer noch kein Hinweis auf ein Restaurant.
Dann wurde uns gnädigerweise die Türe geöffnet und wir befanden uns in einer anderen Welt.
Tolles Restaurant mit dem Thema Freimaurer, daher auch die Hindernisse welche zum Betreten eingebaut wurden. Zu beachten ist, daß das Essen und die Getränke laut Speisekarte sehr teuer sind. Ein Bier z. B. 25 EUR, ein Essen 100 EUR. Es gibt Wege die Preise auf 1/10 zu reduzieren. Wie das geht überlasse ich Eurer Recherche solltet Ihr Euch auf den Weg nach Lviv aufmachen.










Lviv Coffee Mining Manufacture
Die Lviv Coffee Mining Manufacture (Lwiwska Kopalnja Kawy) ist eine der bekanntesten und einzigartigsten Kaffeehaus-Erlebnisse in Lwiw, Ukraine. Sie befindet sich direkt am zentralen Rynok-Platz (Marktplatz 10) im Lubomirski-Palast

Das Konzept: Kaffee als Bergbau
Der Legende nach wird Kaffee in Lwiw nicht importiert, sondern in einer Mine unter dem Rynok-Platz abgebaut. Die Coffee Mining Manufacture greift diese Idee auf und bietet eine theatralische Erfahrung:
Die Mine: Im Untergeschoss können Besucher mit Helmen (die man am Eingang bekommt) durch dunkle, tunnelartige Gänge spazieren, um zu sehen, wie die Kaffeebohnen "abgebaut" werden.
Das Cafe selbst bietet tollen Kuchen und sehr guten Kaffee an. In dem großen
Innenhof spielen Abends Life Bands.


Die beschriebenen Restaurants/Kaffees habe ich besucht - es gibt noch weiter zu entdecken.

Bright living room with modern inventory
Bright living room with modern inventory

Kultur:

Lviv bietet im Herzen der Stadt eine vielfältiges Kulturangebot zu erschwinglichen Preisen.
Das Opernhaus Lwiw (Nationales Solomija-Kruschelnytska-Opern- und Balletttheater) ist im Stil des Neorenaissance und Historismus, erbaut 1897–1900 und bietet ein breites Repertoire (Opern, Ballette) und ist trotz des Krieges aktiv. Man spürt in Lviv sehr wenig vom Krieg und ich werde in diesen Blogs mich auch nicht über den Krieg und meine Eindrücke dazu auslassen. Nur so viel - Er ist irgendwie immer präsent und doch weit weg. Für mich an

Weitere Aufführungsorte sind
Lwiwer Orgelhalle (Lviv Concert House): Bekannt für ein breites Repertoire an Orgel- und Kammermusikkonzerten. und die Lwiwer Nationalphilharmonie: Alle Drei bieten ein vielfältiges Programm mit klassischen Konzerten.

In der
Lviv Coffee Mining Manufacture und im Dzyga Art Center finden häufig Life Konzerte statt.

Das Dzyga Art Centre ist ein zentraler kultureller Knotenpunkt im Herzen von Lwiw (Lemberg), der Kunstgalerie, Café, Musikszene und kreativen Treffpunkt vereint. Ich habe dort einen Auftritt einer jungen Band genossen und einen Künstler kennengelernt welchen ich am Morgen auf der Strasse malend sah. Abends sah ich Ihn dann wieder im Dzyga Art Center und er hatte sein fertiges Bild dabei. Habe mich mit Ihm unterhalten und auf dem Weg noch weitere kunstaffine Menschen kennengelernt.

Mir gefällt die Kunst von dem jungen Künstler namens Vasyl Yolokhov und ich habe zwei Ausstellungen von Ihm besucht.